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So geht selbständig.

1. Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand.

Wann immer es Probleme mit Zahlungen bei der SVA gibt: Reden Sie! Rufen Sie auf jeden Fall an und informieren Sie die SVA über Ihre Situation. Zeigen Sie, dass Sie an einer Lösung des Problems interessiert sind. Werden Sie nicht panisch sondern behalten Sie einen klaren Kopf, meistens gibt es eine Lösung für eine schwierige Situation.

Nicht zu reagieren und abzuwarten ist auf jeden Fall das Schlechteste, was Sie tun können. Wenn Sie Ihre Beträge nämlich nicht innerhalb von 18 Tagen nach Fälligkeit zahlen, kommen Mahngebühren auf Sie zu.

In weiterer Folge kann es zu Eintreibungsmaßnahmen der ausstehenden Beträge kommen, verbunden mit Gerichtsgebühren, die Sie zusätzlich zahlen müssen. Das schreibt das Gesetz der SVA vor. Verzugszinsen in Höhe von 3,38 Prozent müssen Sie, rückwirkend ab dem 16. Tag der Fälligkeit, ebenfalls zahlen, auch wenn in Ausnahmefällen eine Herabsetzung oder eine Nachsicht dieser Verzugszinsen möglich ist. Bei den SVA-Beträgen selbst gibt es jedoch keine Möglichkeit, das heißt, zahlen müssen Sie auf jeden Fall.

2. Behalten Sie den Überblick

Viermal im Jahr kommt Post von der SVA. Und zwar Anfang Februar, Anfang Mai, Anfang August und Anfang November. Auf diesem Kontoauszug bzw. dieser Beitragsvorschreibung wird die Höhe der Vorschreibung angeführt.

Wenn Sie sich gerade selbständig gemacht haben, und weder Sie noch die SVA wissen, wie viel Sie verdienen, wird die Vorschreibung auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage berechnet. Wenn der Einkommensteuerbescheid bei der SVA einlangt, wird nachberechnet und dann kann es entweder zu Nachzahlungen, zu einem Guthaben, das sofort gutgeschrieben wird, oder zu einer Nullberechnung kommen. Wobei eine Nachzahlung erst im nächstfolgenen Kalenderjahr fällig wird.

Bei Personen, die bereits länger selbständig sind, wird immer das drittvorangegangen Jahr als vorläufige Beitragsgrundlage herangezogen. Das heißt, die Beiträge für 2017 berechnen sich aus dem, was Sie 2014 verdient haben. Der Grund dafür ist, dass viele sich mit der Einkommensteuererklärung Zeit lassen und oft erst für das drittvorangegangene Jahr Zahlen vorhanden sind. Aus diesem Grund ist diese Regelung auch gesetzlich so festgelegt.

%MEDIUM-RECTANGLES%

Auf dem Kontoauszug finden Sie also die Vorschreibung für das Quartal des laufenden Jahres, plus eine allfällige Nachbemessung des Jahres, für das die Berechnung gemacht wird. Aus der Nachbemessung können sich, abhängig von den selbständigen Einkünften, eine

  • Nachzahlung,
  • Gutschrift oder eine
  • Nullzahlung ergeben.

Behalten Sie also immer Ihre Einkünfte im Auge und achten Sie darauf, ausreichende Rücklagen zu sichern, um für etwaige Nachzahlungen gerüstet zu sein.

Faustregel: Die SVA-Beiträge betragen rund 28 Prozent Ihres Einkommens.

Seit 2016 können SVA-Beiträge auch monatlich bezahlt werden. Für viele ist das eine einfachere Variante als die Quartalszahlungen.

Fällig sind die Beiträge bei Quartalszahlung immer am Monatsletzten des Monats Februar, Mai, August und November. Bei monatlicher Zahlung – die nur bei einem Einziehungsauftrag möglich ist(!) – wird der Betrag immer am siebenten Tag des Folgemonats automatisch von Ihrem Konto abgebucht.

3. Melden Sie fehlende Beitragsvorschreibungen

Es kann immer passieren, dass ein Brief verloren geht. Die Beitragsvorschreibungen der SVA werden nicht eingeschrieben verschickt. Sollten Sie also einmal keinen Kontoauszug bekommen, dann melden Sie das unbedingt ehestmöglich der SVA, noch bevor die Zahlung fällig ist. Vielleicht ist der Brief verloren gegangen.

Als Unternehmer/in sind Sie selbst dafür verantwortlich, Ihre laufenden Zahlungen im Auge zu behalten. Wenn Sie nicht zahlen, werden Mahngebühren und Verzugszinsen fällig. SVA-Ombudsmann Christian Göbl empfiehlt generell, einen Einziehungsauftrag einzurichten, damit die Zahlungen verlässlich erfolgen und Sie nicht darauf vergessen können.

Die Beitragsvorschreibung können Sie übrigens auch jederzeit online abrufen. Weitere Informationen dazu finden Sie auch hier.

4. Beantragen Sie eine Hinauf- oder Herabsetzung der Beiträge

Die SVA bietet Ihnen die Möglichkeit, die vorläufige Betragsgrundlage hinauf- oder herabzusetzen. Wenn Ihre Einkünfte voraussichtlich niedriger sein werden, als im drittvorangegangenen Kalenderjahr, sollten Sie das der SVA mitteilen. Dann wird ihre Beitragsgrundlage anhand Ihrer Einschätzung neu berechnet und Sie vermeiden zu hohe Zahlungen. Nach Vorliegen des Einkommenssteuerbescheids wird nachberechnet.

Natürlich können Sie auch eine Hinaufsetzung beantragen. Dabei gilt es zu beachten, dass etwaige Guthaben bei der SVA gegengerechnet werden und dass SVA-Beiträge steuersenkend wirken.

5. Beantragen Sie Stundung oder Ratenzahlung

Im Leben von Unternehmer/innen gibt es immer wieder Momente, in denen Aufträge wegbrechen oder unvorhersehbare Zahlungen zu leisten sind. Das ist auch der SVA nicht fremd und sie versucht, bei Zahlungsverzögerungen individuelle Möglichkeiten für ihre Mitglieder zu finden, damit diese die Beiträge zahlen können, ohne dadurch ihre Existenz aufs Spiel zu setzen.

  • Beispielsweise können Sie eine Stundung beantragen. Das heißt, dass Sie Ihre Zahlung nicht sofort leisten, sondern maximal drei Monate später, etwa wenn die Auftragslage wieder besser ist oder ausstehende Rechnungen eingegangen sind.

  • Sie können aber auch eine Ratenzahlung beantragen, bei der Sie Ihre ausstehenden Beiträge in monatlichen Raten abzahlen. Wie lange diese Ratenzahlung läuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird individuell vereinbart.

Darum: Reden Sie mit den MitarbeiterInnen der SVA. Wichtig ist, dass Sie ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert sind und guten Willen zeigen, Ihre Beiträge auch wirklich zu bezahlen. Personen, die permanent Ratenzahlungen beantragen, die Raten dann nicht oder zu spät bezahlen und auch sonst wenig Willen zur Problemlösung zeigen, werden eventuell zukünftig nicht mehr so einfach eine Ratenzahlung erreichen können.

Bitte beachten Sie: Sowohl bei der Stundung, als auch bei der Ratenzahlung fallen Verzugszinsen in Höhe von 3,38 Prozent an!

6. Wenn nichts mehr geht: Rufen Sie den SVA-Ombudsmann an

Selbst wenn Sie keine Möglichkeit gefunden haben, Ihre schwierige Situation zu regeln, ist nicht alles verloren. Wenn Sie bei der SVA keine Lösung für Ihr Problem finden, sollten Sie den Ombudsmann anrufen. Unter 050808-9008 bemüht sich Christian Göbl seit Jahren sehr erfolgreich um die vielen Anliegen von SVA-Versicherten in ganz Österreich. Er versucht, Sachverhalte zu klären und für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden – und schafft das meistens auch.

Göbl erledigt alle Anfragen von Mitgliedern alleine und ist demensprechend beschäftigt. Daher sollten Sie sich vorab über alle anderen Möglichkeiten informieren, also bei der SVA anrufen und alle Alternativen ausschöpfen. Der Ombudsmann sollte wirklich die letzte Anlaufstelle sein, wenn alle anderen Versuche nicht gefruchtet haben.

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