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So geht selbständig.

Jede Unternehmerin, jeder Gründer ist getragen von der kraftvollen Vision, mit ihrer Dienstleistung oder seinem Produkt das Leben des Kunden zu erleichtern, zu verschönern oder zu verbessern. Das ist eine starke Antriebsmotivation und die Ursprungsenergie im Familienunternehmen. Hier wird gearbeitet, um etwas zu (er)schaffen und die eigene Familie – im Idealfall über Generationen – zu ernähren.

System Familienbetrieb

Was es so schwierig macht: Bei Familienbetrieben vermischen sich die beiden Systeme Familie und Unternehmen.

Für Familien gilt das Prinzip der Zugehörigkeit. Das gibt Zusammenhalt und Kraft.

Die Ordnung des Geldes hingegen beruht auf der Austauschbarkeit. Das wiederum bringt dem Betrieb hohe Flexibilität und Freiheit.

Die Ordnung der Familie ruht auf sexueller Reproduktion. Die Ordnung des Geldes dient dem (Über)Leben am Markt. Aber sowohl bei Familien als auch in Unternehmen gilt das Prinzip des Ausgleich(en)s. Die Kombination aus all dem ist schwierig und fruchtbar zugleich.

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Gruppendynamik in Familienbetrieben

Im System Familie ist das Bewahren und Erinnern der Vergangenheit fundamental, um eine gemeinsame Zukunft zu haben.

Dem entgegengesetzt ist das nötige Ziel einer Firma, um erfolgreich zu sein, nach vorne in die Zukunft schauen, um eine gemeinsame Geschichte zu haben.

Einerseits helfen also das Bewahren und Erinnern, um das Unternehmen zu erhalten, andererseits besteht die Gefahr, nötige Innovationen nicht in Angriff zu nehmen, was den Unternehmenserfolg gefährden kann.

Schwierige Unternehmensbewertung

Familienbetriebe leiden oft unter einer unpräzisen Geschäftsidee, einem fehlenden oder unzulänglichen Businessplan, einer zu geringen Eigenkapitalquote, kontinuierlich fehlender Liquidität u.v.m. Da Kleinst- und Mittelbetriebe oft keinen tatsächlichen, sondern nur einen immateriellen Wert haben, ist eine Unternehmensbewertung zum Zeitpunkt der Übergabe mitunter sehr schwierig.

Zwischenmenschliche „Bomben“

Die größten „Knackpunkte“ für Familienbetriebe sind jedoch die zwischenmenschlichen „Bomben“, wenn sie unausgesprochen und ungeklärt bleiben. Also etwa Beziehungs- und Orientierungskonflikte, Entscheidungs- und Motivationsthemen, eingeschränkte Wahl- und Handlungsmöglichkeiten auf beiden Seiten, Angst vor Klarheit und Verträgen u.v.m.

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7 Schwierigkeiten auf Seiten des Seniors/der Seniorin

  1. Der Senior schiebt den Zeitpunkt der Übergabe so lange wie möglich hinaus – bis er beim besten Willen nicht mehr kann („Prinz-Charles-Phänomen“).
  2. Der Senior verweigert die Annahme jeder externen Hilfe, denn schließlich kennt niemand Familie und Betrieb so gut, wie er selbst.
  3. Der Senior bleibt so lange wie möglich selber am Firmensitz wohnhaft.
  4. Der Senior übergibt zwar „offiziell“ die Geschäftsführung, doch „inoffiziell“ kümmert er sich weiterhin um jede Kleinigkeit und bleibt solange wie möglich Eigentümer.
  5. Dem Senior fehlen sinnvolle Beschäftigungsalternativen für die Zeit nach der Übergabe.
  6. Der Senior sucht vor, während und vor allem nach der Übergabe an allem, was der Junior tut, Mängel und vermittelt ihm überdies viel Druck, was die notwendige Dankbarkeit betrifft.
  7. Der Senior hält sich und anderen gegenüber die Illusion aufrecht, dass er ewig weiter arbeiten kann und dass der Betrieb ohne ihn niemals weiterlaufen kann. Denn: Das eigene Kind wird immer Kind bleiben!

7 Tipps für den Junior/die Juniorin:

  1. Erlangen Sie ausreichend Kompetenz. Verdienen Sie sich anderorts Ihre „Sporen“ und sammeln Sie eigene Erfahrungen außerhalb des elterlichen Betriebes. Gewinnen Sie (so) Distanz zum elterlichen Familienbetrieb.
  2. Prüfen Sie ausreichend und zeitgerecht, ob Sie die Übernahme auch wirklich selbst wollen und sagen Sie erst dann „JA“ zu diesem bedeutsamen Lebensschritt.
  3. Wenn Sie den Betrieb nehmen, weil Sie sich der Familie verpflichtet fühlen, ist die (Be)Last(ung) bereits vorprogrammiert. Also Finger weg davon!
  4. Prüfen Sie genau, ob Sie einen wirtschaftlich guten Betrieb übernehmen. In Zeiten wie diesen ist vor der Übernahme von Schulden vieler Generationen abzuraten!
  5. Halten Sie alle Vereinbarungen schriftlich fest. Sie werden es sich später selbst danken.
  6. Würdigen Sie das, was Sie bekommen haben.
  7. Entwickeln Sie Ihre eigene Vision vom Unternehmen und schaffen Sie sich ihren eigenen Platz im Unternehmen.

Das Potential erkennen

Einer meiner Kunden formuliert das Potential, den elterlichen Familienbetrieb fortzuführen zu können, so: „Das Tolle für mich war, dass – egal wo ich im Ausland war, wie erfolgreich ich dort war, wie gut oder schlecht man mich behandelt hat – ich immer wusste, dass ich  nach Hause kommen kann und im eigenen Familienbetrieb weiter arbeiten kann.“

Das System analysieren

Über je mehr Generationen ein Betrieb besteht, desto größer wird die Bindung ans Unternehmen. In systemischen Aufstellungen zeigt sich häufig, dass die Gründerenergie meist eine Generation überspringt. Insofern kann es mitunter sinnvoll sein, vorübergehend einen externen Geschäftsführer einzusetzen.

Manchmal hat diese Veränderung auch damit zu tun, dass sich über die Generationen Werte ändern z. B. mehr in Richtung Familie und Freizeit, also in Richtung „life style“. Die Jungen haben aufgrund ihrer Ausbildung und Lebenseinstellung vom Unternehmertum oft andere Vorstellungen, als die Senioren. Sie sind nicht mehr bereit, Tag und Nacht und das sieben Tage die Woche für einen Hungerlohn zu arbeiten. Das macht aus ihrer Sicht eine Übernahme unattraktiv – und wirtschaftlich gesehen ist es das manchmal auch tatsächlich. 

Also bleiben Sie sich treu, überlegen Sie gut, was Sie wirklich wollen und binden Sie Ihre Familie, aber auch die für Sie passenden Übergabe-Experten in Ihren Entscheidungsprozess mit ein.

Weiterlesen: 6 Tipps, damit das Familienunternehmen rund läuft

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Weiterlesen: Wie Sie konstruktiv Kritik üben

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