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So geht selbständig.

Kleinst-Photovoltaikanlagen bestehen aus einem oder mehreren Solarmodulen und einem kleinen Wechselrichter, der über ein Stromkabel mit einer herkömmlichen Haushaltssteckdose (Schuko) verbunden wird. Anstecken und fertig.

Das geht doch nicht, meint die Wirtschaftskammer. Doch, sagen die Anbieter von Kleinst-Photovoltaikanlagen – und wurden von einer Studie des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme im Auftrag der österreichischen Strommarktregulierungsbehörde E-Control bestätigt. Allerdings sind einige Punkte zu beachten, will man das Büro oder die Werkstatt mit steckerfertigen Solarsystemen von Balkon, Terrasse, Flachdach oder Carport aus versorgen.

Steckerfertige Kleinst-Photovoltaikanlagen sind genehmigungsfrei

Die aktuellen Technischen und organisatorischen Regeln für Betreiber und Benutzer von Netzen (TOR) der E-Control definieren erstmals den Begriff „Kleinsterzeugungsanlagen“. Darunter fallen Photovoltaikanlagen (aber auch kleine Windräder) mit einer maximalen Leistung von 600 Wattpeak (Wp). Für diese Anlagen sieht TOR eine Reihe von Ausnahmen im Vergleich zur Installation größerer Energieerzeugungsanlagen vor. Auch das Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz (ElWOG) wurde heuer angepasst.

  • Für Kleinsterzeugungsanlagen muss keine Genehmigung des Stromnetzbetreibers eingeholt werden. Allerdings ist dieser 14 Tage vor der Inbetriebnahme schriftlich zu informieren.
  • Der Netzbetreiber kann verlangen, dass ein neuer Stromzähler eingebaut werden muss, um sicherzustellen, dass dieser nicht rückwärts läuft, sollte einmal mehr Sonnenstrom produziert als verbraucht werden.
  • Die Anlage muss außerdem gewährleisten, dass man sich nicht elektrisieren kann, wenn der Schukostecker gezogen wird. Den Elektriker kann man sich sparen, sofern der Endstromkreis im Büro nicht völlig veraltet ist. Falls doch, sollte man zur eigenen Sicherheit auch ohne Kleinst-PV Modernisierungsschritte setzen.

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Nötige Sicherheitsmaßnahmen

„Kleinst-Photovoltaikanlagen sollten an eine bestehende oder neu errichtete Außensteckdose angeschlossen werden. Von einer Kabelführung durch das gekippte Fenster oder die Verwendung von Verteilerleisten rate ich ausdrücklich ab“, erklärt Simon Niederkircher, der für die oekostrom GmbH das Minikraftwerk simon und nun mit base energy den SolCube (siehe unten) auf den Markt brachte.

Weiters empfiehlt Niederkircher Systeme mit einem hochwertigen Wechselrichter, der die Norm VDE-AR-N 4105 erfüllt, was bei Billigprodukten aus Fernost nicht unbedingt gewährleistet ist. Auch die Leistung von 600 Wp sollte man keinesfalls überschreiten, weil bei höherer Leistung die Funktion des Leitungsschutzschalters im Sicherungskasten in untolerierbarem Maße ausgehebelt würde.

Rechnen sich Kleinst-Photovoltaikanlagen?

Am höchsten fällt die Sonnenstromernte bei optimaler Südausrichtung ohne Verschattung und einer Modulneigung von 30° aus. Aber auch Ost- oder Westorientierung sind möglich.

  • Bei einem niedrigen Jahresstrombedarf von jährlich etwa 1.500 Kilowattstunden (kWh) können mit einer 500-kWp-Anlage laut Fraunhoferstudie rund 30 Prozent mit der Kleinst-Photovoltaik abgedeckt werden. Bei einem Verbrauch von 5.000 kWh sinkt der Autarkiegrad auf etwa 10 Prozent.
  • Bei einem hohen Eigenverbrauchsanteil sind Amortisationszeiten ab zehn Jahren möglich. Etwaige Steuererleichterungen oder betriebliche Abschreibungsmöglichkeiten sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Bei einem geringen Eigenverbrauchsanteil – etwa weil Büro oder Werkstatt nicht durchgehend besetzt sind – kann man beim Netzbetreiber einen eigenen Zählpunkt beantragen, um den ins öffentliche Netz eingespeisten Stromüberschuss bezahlt zu bekommen. Allerdings ist fraglich, ob sich dieser Aufwand bei der Kleinst-PV auch rechnet. Eine Alternative dazu wäre der Einsatz eines Stromspeichers.

Kleinst-Photovoltaikanlagen - Entwicklungen aus Österreich

Genau so ein System möchte E2T, ein Spin-off der Technischen Universität Graz, im Frühjahr 2018 auf den Markt bringen. Das Besondere an diesem steckerfertigen Kleinst-Photovoltaik-System ist, dass es erkennt, wie viel Strom gerade benötigt wird, und auch nur so viel Strom einspeist. Überschüssiger Sonnenstrom wird in einer Batterie zwischengespeichert.

Der gerade auf den Markt gekommene SolCube wiederum speist Sonnenstrom nicht in eine Steckdose, sondern in einen bierkistengroßen Würfel mit Batterie und Wechselrichter ein. Stromverbraucher werden direkt an den Würfel angesteckt. So kann das System auch dort eingesetzt werden, wo es kein Stromnetz gibt, zum Beispiel bei Gartenfesten, bei Kiosken und Marktständen ohne öffentlichen Stromanschluss – und natürlich auch beim privaten Campingurlaub.

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