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So geht selbständig.

In der Welt der Mobilität hat sich Phillipp Halla viele Jahre bewegt, vor allem im Dienst des VW Konzerns in Osteuropa und Südamerika. Doch weil er bei der Ausübung seines Hobbies genug Gelegenheit gehabt hatte, das kontrollierte Risiko zu üben, trieb es ihn in die Selbständigkeit. Und auch der für ein Unternehmen, das sich eher mit der horizontalen Fortbewegung befasst, doch verblüffende Firmenname Vertical-world  entspringt Hallas Freizeitverhalten: Als Basejumper lebte er in der Vertikalen. Die Coolness seiner Szene hat er in eine Markenwelt integriert, die sich mit E-Mobilität in all ihren Formen befasst und ganz vorn dabei ist.

Lässige Markenwelt

Ich war zwölf Jahre lang für den Volkswagen Konzern unterwegs: Erst als Leiter von VW Bulgarien, dann als Geschäftsführer von Porsche Chile, wo ich für sämtliche Marken – von Audi über Lamborghini bis zu den Trucks von MAN – verantwortlich war.

Als ich 2014 wieder nach Österreich zurückkehrte, wollte ich etwas Eigenes auf die Beine stellen. Und ich wollte den coolen, lässigen Spirit der Basejumper-Szene, in der ich in meiner Freizeit viel unterwegs war, in eine Markenwelt transferieren. Daher heißt die Marke "Vertical.World". Mode wäre eine Möglichkeit gewesen, hat mich aber gar nicht interessiert. In der Mobilitätsbranche kannte ich mich ziemlich gut aus, also stand schnell fest in welche Richtung die Reise gehen würde.

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Brandheißer Trend

Damals tauchten gerade die ersten Elektro-Scooter auf. Männer im Anzug zischten aufrecht stehend in Paris oder Mailand durch den Stadtverkehr –das sah cool und lässig aus, genau das, was ich wollte. Darüber hinaus ist es auch eine sehr vernünftige Art, sich in Städten fortzubewegen. Wir waren daher sicher, das beste Konzept für die last mile, also die Überbrückung der letzten Mobilitätslücke und somit eine erfolgversprechende Geschäftsidee gefunden zu haben.

Import & Vertrieb

Ein halbes Jahr lang haben wir nach dem bestmöglichen Gerät gesucht, dann haben mit dem Import und dem Vertrieb begonnen. Die Scooter-Szene, wie man sie jetzt in Wien kennt, haben also wir gestartet. Von einem Büro aus haben wir an die Kunden beziehungsweise Händler verkauft, die ich direkt kontaktiert habe. Die Seestadt Aspern und das Hotel Daniel waren unsere ersten großen Kunden, mit jeweils zehn Bestellungen. Ich habe mit einem kleinen Team, hauptsächlich Studenten, begonnen, mit wenig Geld. Viele aus den Anfangstagen sind aber heute noch oder wieder mit dabei, weil jeder immer genug Spielraum hatte sich selbst einzubringen.

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Smarte Produktwelt

Nachdem das Geschäft mit den Scootern lief, machte ich mich dran „Vertical World“ als Produktwelt aufzubauen. Wir haben Logo und CI entwickelt, eine Homepage aufgesetzt und überlegt welche die weiteren Produkte dieser Markenwelt sein könnten. Ich habe mich auf Messen umgesehen, die sich in irgendeiner Art und Weise mit Smart City, Start-ups und Elektro-Mobilität beschäftigt haben.

Relativ bald bin ich auf die Johammer gestoßen, ein revolutionäres Elektromotorrad aus Oberösterreich, das wir in unseren Vertrieb aufgenommen haben. Von dort stieß auch Hanno Voglsam zu unserem Team. Der zertifizierte Fachmann für Fragen der Energieeffizienz und damit eihergehender Technologien ist heute mein Co-Geschäftsführer in der Vertical.world.

Coole Alternativen

Weil die Johammer aber doch sehr futuristisch aussah – vielleicht etwas zu extravagant für unseren Markt – und auch recht hochpreisig war, haben wir auch den Import für Zero übernommen. Diese Firma stellt seit 2007 Elektromotorräder in Serie her, den Rahmen hat ein NASA Techniker entworfen, die Motoren kommen aus Deutschland. Die Produktpalette reicht von der Enduro bis zur Straßenmaschine mit 52 kW und einer Reichweite von maximal 325 Kilometer.

Das sind dann schon ernsthafte Alternativen zum klassischen Motorrad. Man muss gar kein Elektromobilitäts-Freak sein, um damit seine Freude zu haben. Die Nachfrage ist jedenfalls groß, der Markt verdreifacht sich jährlich.

Dynamisches Wachstum

Noch rasanter entwickelt sich aber der Markt bei den E-Fahrrädern, E-Mopeds und E-Motorrollern. 2016 haben wir unser erstes Geschäft, einen Pop-up Store am Ring eröffnet, da hatten wir erstmals direkt mit Endkunden Kontakt. Bis dahin waren wir ja nur als Importeur oder Vertriebspartner aktiv gewesen. Die Entwicklung läuft gut. Ob Roller, Elektro- oder Motorrad – wir sind dauernd auf der Suche nach Lieferanten, die unseren Anforderungen gerecht werden.

Soeben haben wir mit dem Import von Torrot-Fahrzeugen begonnen. Die Firma erzeugte seit 1948 in Spanien Fahrräder und Mopeds.1991 wurde sie mangels Nachfrage stillgelegt, 2015 mit Ausrichtung E-Mobilität wiedererweckt und produziert nun Motorroller mit portablen Batterien in den einstigen 50 und 125 Kubikzentimeter-Klassen. Das ist eine ideale Lösung für Menschen, die keine Garage am Stadtrand haben und denen ein E-Bike nicht bequem genug ist oder einfach zu wenig Leistung bringt.

Der E-Automarkt der Zukunft

In knapp zwei Jahren haben wir über 500 einspurige Elektrofahrzeuge auf die Straße gebracht und sind so in Sachen E-Mobilität zur Nummer zwei in Europa geworden. Und wir wollen weiter vom wachsenden E-Markt profitieren.

Wir sind überzeugt, dass der E-Autohandel der Zukunft ganz anders aussehen wird als der herkömmliche Automarkt. Also haben wir Instadrive gegründet. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte Lösungen für all jene, die ein klassisches Auto wollen, nur eben elektrisch betrieben, sich aber den Kopf weder über das richtige Modell noch über Wartung oder Finanzierung zerbrechen wollen.

Rundum-Expertise

Statt sich von den Vertragshändlern verschiedener Marken ausschließlich die Vorteile ihres Modells erklären lassen zu müssen, sagen uns unsere Kunden einfach, was sie brauchen. Dank unseres Know-hows finden wir dann das ideale Fahrzeug, wissen, welche Förderungen der Kunde in Anspruch nehmen kann und kümmern uns um Wartung und Service. Auch die Finanzierung läuft über uns, und Versicherung, Autobahnplakette und technologische Updates sind in unserem Mobilitätsangebot inkludiert. 

Vor dem E-KFZ-Boom

Nachdem in den letzten Jahren die Zulassungszahlen von elektrischen Rollern und Mopeds explodiert sind, erwarten wir die gleiche Entwicklung auch bei PKWs und Lieferwagen. Im Oktober 2017 eröffnen wir in Simmering ein neues E-Mobilitätszentrum, in dem wir unser Angebot angemessen präsentieren können – und natürlich auch verkaufen.

Das geht erstaunlich unkompliziert: Erst letzte Woche ist ein Kunde hier im Arsenal hereingeschneit, um sich ein bisschen umzuschauen. Wir haben ihn beraten, ihm versichert, dass er – falls wider erwarten doch noch ein Technologiesprung kommt – er selbstverständlich sofort upgraden kann. Er war offensichtlich begeistert, hat gekauft, und schon am nächsten Morgen auf Facebook eine euphorische Nachricht gepostet.

Für uns ist das leicht nachvollziehbar. Als Pendler aus dem Speckgürtel nutzen wir selbst Elektrofahrzeuge und wissen, was für Vorteile die uns bringen. Wir alle haben Familien und wollen unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt hinterlassen. Und dazu ist Elektromobilität auch noch cool, der E-Golf zum Beispiel ist noch immer ein Golf, aber definitiv der coolste! Was auch für unsere Kunden gilt, die sind allesamt interessante Menschen, klug, aufgeschlossen – und eben cool.

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