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So geht selbständig.

Interkulturelle Kompetenzen gewinnen in einer globalen Geschäftswelt zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, die Gepflogenheiten unterschiedlicher Länder zu verstehen und richtig einzuordnen. Sonst tauchen Fettnäpfe womöglich dort auf, wo Sie sie am wenigsten erwarten. Mit folgenden Tipps treffen Sie in internationalen Meetings bestimmt den richtigen Ton:  

1. Kleider machen Leute

Kurzer oder knielanger Rock? Jeans oder Anzug? Die Frage nach dem richtigen Outfit sollte vor allem im Umgang mit internationalen Geschäftspartnern gut überlegt sein. Während hierzulande viele Menschen in Jeans und T-Shirt zur Arbeit erscheinen, ist ein derart lockerer Kleidungsstil in anderen Ländern undenkbar. So legt man beispielsweise in Asien großen Wert auf dunkle Farben, hochwertige Materialien und angesagte Marken. Ein legeres Outfit steht oft für Mangel an Wohlstand, Bildung und Wertschätzung. Übrigens: Auch die Auswahl der Socken ist wichtig: Schließlich lässt man sich etwa in Japan zum Essen gerne auf Tatamimatten nieder – und zieht dazu vorher die Schuhe aus.

In der arabischen Welt spielt die richtige Geschäftskleidung ebenfalls eine enorm wichtige Rolle: Auch bei 40 Grad im Schatten sind Anzug und Krawatte Pflicht, kurze Hosen und Ärmel allenfalls beim Sport erlaubt. Für Frauen sind bloße Schultern und Oberarme, tiefe Dekolletés oder Beinschlitze absolut tabu.

Selbst innerhalb Europas gibt es verschiedene Erwartungen: Während man in England großen Wert auf formelle Kleidung legt, geht es in Frankreich etwas lockerer zu: Die Krawatte ist nicht immer zwingend erforderlich, Anzug oder eine Kombination indes schon. Jeans geht nicht. Erscheinen Sie im Zweifel bei internationalen Geschäftstreffen also lieber overdressed.

2. Keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Handschlag, Verbeugung oder ein lässiges „Hello“ – die erfolgreiche Zusammenarbeit im Ausland hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Verständigung auch in puncto Körpersprache klappt. So ist in den meisten Ländern Europas ein Händedruck bei geschäftlichen Terminen üblich. Und auch in Südamerika und China ist das Händeschütteln ein Muss. In den USA wird der Handschlag hingegen eher sparsam eingesetzt. Nur bei der ersten Begegnung oder wenn man sich länger nicht gesehen hat, gehört er zum guten Ton. Und Australiern reicht nach der ersten formellen Vorstellung in der Regel ebenfalls ein kontaktloses „How are you?“. 

Auch im Maghreb und im Nahen Osten läuft die Kontaktaufnahme relativ unkompliziert: Männer begrüßen sich gegenseitig mit Handschlag, für Frauen reicht in der Regel ein kurzes Kopfnicken. Wesentlich formeller geht es dagegen in den konservativen Golfstaaten zu. Hier folgt schon der Begrüßungsakt klaren Hierarchien: Zuerst wird der Gastgeber begrüßt, danach der Älteste und erst anschließend alle anderen Anwesenden. Als Frau sollten Sie in der saudi-arabischen Geschäftswelt zudem unbedingt abwarten, wie das männliche Gegenüber sich bei der Begrüßung verhält. Ein Handschlag zwischen Mann und Frau ist nicht überall gern gesehen. Zudem sollten Sie in islamisch geprägten Ländern bei der Begrüßung oder beim Essen keinesfalls die linke Hand benutzen. Denn sie gilt als unrein. 

In Japan vermeidet man Körperkontakt am liebsten ganz und begrüßt sich per Kopfnicken oder kurzer Verbeugung. Tipp: Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte bei der Begrüßung internationaler Kunden und Geschäftspartner einfach abwarten, wie sich das Gegenüber verhält. Und anschließend einfach dasselbe machen.

3. Direkt oder zwischen den Zeilen: Wie sag ich’s am besten?

Viele Kulturen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Direktheit, mit der kommuniziert wird. Besonders wenn es darum geht, zu widersprechen, Unangenehmes zu thematisieren oder Kritik zu üben. So kommunizieren Südamerikaner und Asiaten zum Beispiel „durch die Blume“, um die allgemeine Harmonie zu wahren. Dagegen versuchen Europäer bei Konflikten eher, den Sachverhalt möglichst deutlich darzulegen, um Klarheit zu schaffen. In den USA kommt diese Art allerdings nicht gut an. Ein harter Ton und öffentliche Kritik gelten hier als inakzeptabel. Und wenn es doch sein muss, dann bitte in höflichen, indirekten Formulierungen. 

Auch beim Smalltalk ist Fingerspitzengefühl gefragt: Während Deutsche und Amerikaner gerne auf positive Leistungen oder Erfolge hinweisen, reden Franzosen beispielsweise lieber über die eigenen Fehler. Zudem gilt es, Tabuthemen zu umschiffen. Dazu zählen vielerorts beispielsweise Politik, Religion und Sex. Aber auch landesspezifische Besonderheiten. So sollten Sie beispielsweise Japaner und Norweger auf keinen Fall auf Walfangprobleme ansprechen und in England niemals die britische Königsfamilie kritisieren.

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4. Wer hat an der Uhr gedreht? Zeit – ein dehnbarer Begriff

In vielen Ländern ist bei Geschäftsterminen absolute Pünktlichkeit angesagt. Allerdings wird man Ihnen eine Verspätung in Italien oder Indien nicht so übel nehmen wie in Deutschland oder der Schweiz. In Japan ist es aus Gründen der Höflichkeit sogar üblich, dass man etwa 15 Minuten vor dem abgemachten Termin erscheint. Das wiederum gilt in Amerika vor allem bei Abendveranstaltungen als enorm unhöflich. 

Sobald absehbar ist, dass Sie zu einem vereinbarten Treffen nicht pünktlich erscheinen können, sollten Sie Ihre Geschäftspartner darüber informieren. Das gehört in fast allen Ländern der Welt zum guten Ton. Aber was heißt eigentlich pünktlich? Deutsche oder Engländer nehmen es mit der Zeit sehr genau: Sie rufen meist schon an, wenn sie sich um 7 oder 8 Minuten verspäten. Franzosen oder Italiener melden sich dagegen erst, wenn sie eine Viertelstunde zu spät kommen. Und im Nahen Osten, Afrika, Indien oder Südamerika gelten selbst knapp 30 Minuten Verspätung noch als pünktlich. Da hilft meist nur eins: Gelassen bleiben!

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