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So geht selbständig.

In Österreich ist die Altersvorsorge durch ein Drei-Säulen-System abgesichert. Dieses beinhaltet

  • die staatliche Pensionsvorsorge,
  • die betriebliche Vorsorge, zu der auch die Selbständigenvorsorge gehört
  • und die private Vorsorge.

Einige Säulen sind verpflichtend für alle, die ein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze (2017 sind das 425,70 Euro monatlich) erzielen, für andere kann man sich freiwillig entscheiden.

Verpflichtend: Staatliche Pension (ASVG, GSVG, BSVG)

Jede und jeder Erwerbstätige, selbständig wie unselbständig, der oder die mehr als 425,70 Euro im Monat (für 2017) verdient, muss bei der Sozialversicherung Beiträge bezahlen – für Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung (Unselbständige zahlen auch Beiträge für die Arbeitslosenversicherung).

Die Summe aller Pensionsbeiträge, die im Laufe eines Arbeitslebens einbezahlt werden, ergeben am Ende die staatliche Pension. Um „in Pension gehen“ zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt werden.

  • Mindestversicherungszeiten
    Für einen Anspruch auf eine Alterspension sind mindestens 15 Versicherungsjahre nötig, von denen sieben aus einer Erwerbstätigkeit stammen müssen. Damit haben Sie Anspruch auf die Mindestpension, die derzeit bei 883 Euro liegt. Wer 30 Beitragsjahre hat, bekommt sogar 1.000 Euro.
  • Das Alter
    Grundsätzlich dürfen Sie in Österreich mit 65 Jahren in Pension gehen. Bei Frauen wird das Pensionsalter ab 2024 schrittweise jenem der Männer angepasst und von 60 auf 65 Jahre angehoben. Auf der Homepage der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) können sie Ihren frühestmöglichen Pensionsantritt ausrechnen:
  • Frühzeitige Pension
    Derzeit können Männer, die mindestens 40 Versicherungsjahre gesammelt haben, bereits mit 62 in Pension gehen. Bei Frauen wird dieser Wert an jenen der Männer angepasst: Bisher konnten Sie bereits mit 55 in den frühzeitigen Ruhestand gehen, wenn Sie 40 Versicherungsjahre gesammelt hatten.

Übrigens: Bei Frauen werden auch bis zu 60 Monate für Kindererziehung berücksichtigt. Mehr dazu auf help.gv.at.

ACHTUNG: Bei welchem Versicherungsträger Sie Ihre Pension beantragen müssen, hängt davon ab, bei wem Sie in den letzten 15 Jahren vor der Pensionierung mehr Versicherungszeiten erworben haben. Wenn Sie also zehn Jahre selbständig und fünf Jahre unselbständig waren, ist die SVA dafür zuständig.

Verpflichtend: Betriebliche Vorsorge (Vorsorgekasse)

Als selbständige Unternehmerin oder selbständiger Unternehmer müssen Sie sich für eine Vorsorgekasse entscheiden, der Sie Ihr Geld zur Veranlagung anvertrauen.

Das Vorsorgekonto wird jeden Monat mit 1,53% der Beitragsgrundlage der gesetzlichen Pflichtversicherung „gefüttert“. Je nachdem also, wie viel Sie verdienen, erhalten Sie am Ende mehr oder weniger zusätzliches Geld zur staatlichen Pension aus der Vorsorgekasse.

Ausgezahlt wird das angesparte Geld auf jeden Fall, wenn Sie in Pension gehen. Sie erhalten Ihre Zahlungen aber auch, wenn Sie für mindestens fünf Jahre keine Beiträge mehr eingezahlt haben. Das heißt, selbst wenn Sie nicht die nötigen Versicherungszeiten für eine staatliche Pension zusammenbringen – was Sie in die Vorsorgekasse eingezahlt haben, bekommen Sie auf jeden Fall auch wieder heraus.

Sie können sich dieses Geld auf einmal auszahlen lassen – dann wird es mit sechs Prozent versteuert – oder steuerfrei als monatliche Zusatzpension. Wie viel Sie am Ende erhalten, hängt nicht nur von der Beitragshöhe ab, sondern auch vom Veranlagungserfolg der Vorsorgekasse. Der Konsument hat 2016 die österreichischen Vorsorgekassen verglichen, die VBV ist dabei als Testsieger hervorgegangen. Sie erzielt seit dem Start 2003 eine durchschnittliche Nettorendite von rund drei Prozent jährlich.

Freiwillige Versicherungen

  • Vorsorge für freiberufliche Selbständige (Vorsorgekasse)
    Zu den freiberuflichen Selbständigen gehören Wirtschaftstreuhänder, Steuerberater, Buchhalter, Apotheker, Ziviltechniker und Architekten. Sie können mit einer freiwilligen Selbständigenvorsorge für ihre Pension vorsorgen. Auch sie zahlen 1,53% der gesetzlichen Beitragsgrundlage und können die Vorsorgebeiträge als Betriebsausgabe geltend machen.

    ACHTUNG! Als Freiberufler haben Sie nur 12 Monate ab Beginn der Selbständigkeit Zeit, eine Vorsorgekasse zu wählen. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, in die Vorsorge einzuzahlen! Für freiberufliche Selbständige bietet die VBV die gleichen Möglichkeiten der Vorsorge wie für alle anderen Erwerbstätigen.

  • Betriebliche kollektive Pensionsvorsorge (Pensionskasse, Betriebliche Kollektivversicherung)
    Arbeitgeber können für ihre MitarbeiterInnen freiwillig vorsorgen und eine betriebliche Pensionsvorsorge installieren. Allerdings ist das eher selten der Fall und nur wenige kommen in diesen Genuss.

  • Betrieblich individuelle Pensionsvorsorge
    Wie der Name schon sagt, erhalten einige Arbeitnehmer vom Arbeitgeber eine individuelle Pensionszusage. Damit sollen Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden und motiviert werden.

  • Private Vorsorge
    Aktien, Lebensversicherungen, Immobilien, Rentenversicherungen etc. – Banken und Versicherungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für eine private Vorsorge an. Lassen Sie sich sehr gut beraten und gehen Sie keine Risiken ein, indem Sie Produkte kaufen, die Sie nicht verstehen! In Österreich sind private Zahlungen seit 1. Jänner 2016 übrigens nicht mehr von der Steuer absetzbar und es fallen vier Prozent Versicherungssteuer an.

Freiwillige Höherversicherung

Bedenken Sie, dass Sie auch die Möglichkeit haben, durch freiwillige Zahlung höherer Versicherungsbeiträge, Ihre Pension aufzubessern. Die Beitragshöhe können Sie dabei frei wählen und Sie können die Höherversicherung jederzeit beginnen und auch jederzeit beenden.

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