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So geht selbständig.

Rückkehr aus dem Corona-Homeoffice: Das müssen Unternehmer wissen

Wenn Ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurückkehren, gilt es, einiges zu beachten - in Sachen Sicherheit, aber auch psychologisch. Diese Pflichten haben Arbeitgeber.

Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist bzw. war das Führen von Mitarbeiter/innen im Homeoffice eine neue, anspruchsvolle Herausforderung. Nun beginnt eine neue Phase: Die Rückkehr ins Unternehmen, die bei einem Teil der Mitarbeiter/innen auch mit Ängsten verbunden sein kann.  

Wichtig ist nun, dass Sie ihre persönliche Verantwortung als Unternehmer/in und Ihre Verantwortung aufgrund arbeitsrechtlicher Regelungen (Fürsorgepflicht) in eine gute Balance mit der Eigenverantwortung und der Verantwortung der Mitarbeiter/innen (Treuepflicht) bringen.

Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema:

Müssen am 4. Mai 2020 wieder alle zurück ins Büro?

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Grundsätzlich ja (Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes id F BGBL II 148/2020), außer es wurde im Team bzw. mit einzelnen Arbeitnehmer/innen eine andere Vereinbarung getroffen (Zeitausgleich, Urlaub, Verlängerung des Homeoffices, etc.).

ACHTUNG: Bei einer Verlängerung des Homeoffice bedarf es einer gesonderten Vereinbarung!

Meine Mitarbeiter teilen sich mit einem oder mehreren Kollegen ein Büro. Was ist zu beachten?

Versuchen Sie – etwa durch Neuanordnung der Tische – einen Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten und achten Sie darauf, dass die allgemeinen Hygienevorschriften eingehalten werden.

  • Sollte die Einhaltung des Mindestabstandes nicht möglich sein, kann vielleicht ein freies Büro oder Besprechungszimmer übergangsweise genutzt werden.
  • Sollte auch das nicht möglich sein, könnte man in Betracht ziehen, ob ein weiteres Arbeiten im Homeoffice möglich bzw. ein rotierendes Homeoffice-Modell für die Abteilung/das Team denkbar wäre. Beachten Sie, dass dieses Modell einer gesonderten Vereinbarung bedarf!

Achten Sie zudem darauf, dass die Büros regelmäßig gelüftet werden, besonders wenn sich mehrere Personen im Raum aufhalten.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.

Haben Mitarbeiter Anspruch auf ein Einzelbüro?

Nein. Der Arbeitgeber muss sich aber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht um entsprechende Arbeitsbedingungen und um die Einhaltung der Hygienevorschriften kümmern, damit das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich gehalten werden kann.

Ist es nicht möglich, den Arbeitnehmer/innen entsprechende Rahmenbedingungen zu bieten (z.B. Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich), kann eine Rückkehr ins Homeoffice notwendig sein.

Müssen ich bzw. meine Mitarbeiter im Büro einen Mundschutz tragen?

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Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) im Büro wird empfohlen, besonders wenn Sie sich das Büro mit einer oder mehreren Personen teilen, ist aber nicht verpflichtend.

Meine Mitarbeiter kommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro. Was ist zu beachten?

In öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von MNS-Masken verpflichtend. Arbeitnehmer/innen sollen zudem die allgemeinen Hygienevorschriften einhalten.

Meine Mitarbeiter möchten nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und kommen mit dem Auto in die Arbeit. Muss ich als Arbeitgeber die Fahrt- bzw. Parkplatzkosten übernehmen?

Nein. Wie die Anreise erfolgt, entscheidet der/die Arbeitnehmer/in, allerdings ersetzt der Arbeitgeber keine dadurch entstehenden Kosten.

Meine Mitarbeiter haben Angst, sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Arbeit anzustecken. Dürfen sie deshalb zu Hause bleiben?

Natürlich sind Ängste, besonders in Zeiten wie diesen, nachvollziehbar. Dennoch besteht kein Anspruch für den/die Arbeitnehmer/in, deswegen zu Hause zu bleiben. Bleibt der/die Arbeitnehmer/in der Arbeit fern oder verweigert vor Ort konsequent die Arbeitsleistung, stellt dies eine Verletzung seiner Dienstpflichten dar.

Sprechen Sie aber mit Ihrem Team, vielleicht besteht die Möglichkeit einer befristeten (rotierenden) Homeoffice-Lösung. Dafür bedarf es aber einer gesonderten Vereinbarung mit Ihren Mitarbeiter/innen.

Gibt es einen Rechtsanspruch auf Homeoffice?

Nein. Der Arbeitgeber hat aufgrund der Fürsorgepflicht darauf zu achten, dass die Ansteckungsgefahr unter seinen Arbeitnehmer/innen möglichst gering ist. Tätigkeiten im Betrieb sind daher nach wie vor zulässig, wenn die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Können meine Mitarbeiter in die Kantine gehen?

Grundsätzlich ja, sofern ein Mindestabstand von zwei Metern und die allgemeinen Hygienevorschriften (Händedesinfektion, nicht ins Gesicht greifen, etc.) eingehalten werden.

Können wieder Besprechungen und Arbeitssitzungen, wie vor Corona üblich, abgehalten werden?

Sofern der Mindestabstand von zwei Metern und die Hygienevorschriften (Händedesinfektion, ggf. Tragen von MNS-Masken, regelmäßiges Lüften, etc.) eingehalten werden können, spricht nichts gegen das Abhalten von persönlichen Besprechungen und Sitzungen.

Bin ich als Arbeitgeber verpflichtet,  Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung der Ansteckung zu treffen?

Als Arbeitgeber haben Sie aufgrund der Fürsorgepflicht darauf zu achten, dass die Ansteckungsgefahr unter ihren Arbeitnehmer/innen, aber auch zwischen den Arbeitnehmer/innen und anderen Personen im Betrieb, wie zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Gästen, etc. möglichst gering ist.

Daraus ergibt sich für Sie die Verpflichtung, auf der einen Seite geeignete betriebliche Maßnahmen zu setzen, auf der anderen Seite entsprechende Anweisungen an die Arbeitnehmer zu erteilen.

Welche betrieblichen Maßnahmen können ergriffen werden?

In erster Linie sind unter betrieblichen Maßnahmen Hygienemaßnahmen zu verstehen. Alle Betriebsmittel, die von mehreren Arbeitnehmer/innen benutzt werden, sollten häufiger als sonst gereinigt und desinfiziert werden. Darunter fallen beispielsweise Türgriffe. Auch in den Toilettenanlagen sollte verstärkt auf Hygiene geachtet werden.

Welche Anweisungen können erteilt werden?

Arbeitnehmer/innen können angewiesen werden, entsprechenden Abstand zueinander zu halten, sofern dies bei Erbringung der vereinbarten Arbeitsleistungen möglich ist. Der Arbeitgeber kann seine Arbeitnehmer/innen außerdem anweisen, regelmäßig die Hände zu desinfizieren oder andere Schutzbehelfe zu benutzen.

Rauchpausen oder andere Pausen, in denen sich mehrere Arbeitnehmer/innen auf engem Raum zusammenfinden, erhöhen das Ansteckungsrisiko und können vom Arbeitgeber verboten werden.

Was mache ich mit Mitarbeitern mit Betreuungspflichten aufgrund geschlossener Schulen?

Mitarbeiter/innen mit Betreuungspflichten können Sie z.B. folgende Lösungen anbieten:

  • Sonderbetreuungszeit (für Kinder bis zum 14. LJ, behinderte Personen, pflegebedürftige Personen ...)
  • Urlaub
  • Zeitausgleich
  • Homeoffice

Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter am Arbeitsplatz COVID-19-Symptome aufweist?

Besteht ein Verdachtsfall (akute Symptome, Aufenthalt in einem gefährdeten bzw. gesperrten Gebiet sowie Kontakt mit einem bestätigten Fall), haben Sie als Arbeitgeber auch aufgrund der Fürsorgepflicht die gesetzliche Verpflichtung, die Gesundheitsbehörden unter der Telefonnummer 1450 zu informieren.

Ist eine Erkrankung erwiesen, setzen Sie sich unverzüglich mit der zuständigen Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Amtsarzt) in Kontakt.

Bis zum Eintreffen eines Amtsarztes oder weiterer Anweisungen durch die Gesundheitsbehörden wird empfohlen, die Person in einem eigenen Raum unterzubringen. Bis zum Eintreffen des Amtsarztes darf kein Mitarbeiter das Unternehmensgebäude verlassen.

Quellen: Vinzenzgruppe, WKO

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